Wie und warum?

„Frage nicht danach, was Deine Stadt für Dich tun kann, sondern frage danach, was Du für Deine Stadt tun kannst!“,  hierin läßt sich wohl einer der berühmtesten Sätze Kennedys umwandeln.  Aber  dieses  Leitbild gab es immer schon, nur erhielt es dank Kennedy eine Umschreibung, bei der die zu vermittelnde  Botschaft einprägsam zum Ausdruck kam.


Alexander von Wulffen, Kommandeur des Infanterie – Regiments 24 in Neuruppin, fühlte sich dieser Botschaft verpflichtet, als er 1835 den (historischen) Verschönerungs – Verein ins Leben rief, um die Bürger der Stadt für sein Anliegen, Neuruppin zu verschönern, zu gewinnen. Die Vereinsgründung damals führte zu einem sehr erfolgreichen Wirken (siehe „Über uns“), sodaß von Wulffen schon nach 1838 im Stadtpark (nahe des Goldfischteichs) mit einem großen Granitstein  („Wulffenstein“), und der Verschönerungs – Verein 1861 dort auf dem Hauptweg  mit einem Gedenkstein geehrt wurden; beide Steine sind erhalten geblieben.  Außerdem wurde von Wulffen Ehrenbürger der Stadt (1852), und noch heute erinnert die Wulffenstraße an ihn.  – Quellen:  Ferdinand Heydemanns  „Die neuere Geschichte der Stadt Neu – Ruppin“, Neu – Ruppin 1863; Märkische Zeitung, Ausgabe vom 22. Oktober 1943.

 

Das Leitbild mit der prägnanten Botschaft  ist zeitlos.


Wer aufmerksam durch Neuruppin geht, wird feststellen, daß das äußere Stadtbild einer Verschönerung bedarf. Grünanlagen werden kaum noch gepflegt, sich selbst überlassen. An Blumenschmuck fehlt es weitgehend. Reizvolle Gestaltungen der Plätze und Anlagen unterbleiben. Als Gründe für alle diese Mängel  wird Geldnot der Stadt angegeben; die verfügbaren (bescheidenen) finanziellen Mittel müßten vorrangig für andere Aufgaben herhalten, heißt es immer wieder.  Ob diese Gründe zutreffen, sei dahingestellt.  Allerdings sollten sich Stadtverordnete und Rathaus fragen, ob es nicht lohnenswert erscheint, sich auch dafür einzusetzen, daß eine  Stadt, die auf Tourismus „setzt“, ein schmuckes Äußeres erhält; außerdem geht es um den „Wohnwert“ Neuruppins, der mit entscheidet über Zuzug bzw. Verbleib  von Bevölkerung.


Wir vom Verschönerungs – Verein wollten nicht länger auf ein Umdenken bei den „Stadtoberen“ warten und haben Projekte ins Leben gerufen, um in der Stadt Verschönerungsakzente zu setzen. So hängen wir  auf und pflegen schon seit Jahren den Blumenschmuck an den Laternen auf dem Schulplatz. Wir haben das Rondell in Höhe der St. Georgs – Kapelle in Ordnung gebracht und mit Rosen bepflanzt;  den „Rosenkreisel“ unterhalten wir seitdem.  Es gab Pflanzaktionen am Bollwerk (Krokusse) und anderswo. Der „Ortsmittelpunktstein“  vor dem Wilhelmsdenkmal  auf dem Schulplatz ist ein Geschenk des Vereins an die Stadt. Selbstverständlich engagieren wir uns auch im Stadtpark, der, völlig danieder liegend, wieder einen Parkcharakter erhalten muß. Darüberhinaus werben wir aller Orten für ein schöneres Neuruppin.


Jeder, der sich hierin einbringen möchte,  ist uns herzlich willkommen, dabei zu helfen, Neuruppin zu verschönern.  Dazu steht das Formular „Erklärung über den Beitritt zum Verschönerungs – Verein“ zur Verfügung.

Download
Erklärung über den Beitritt zum Verschönerungs – Verein
Beitrittserklärung.docx
Microsoft Word Dokument 14.0 KB